Markus Bratke im Interview mit Anna Kuntzsch: "Zunächst einmal sollten wir uns auch trauen für unsere eigenen Werte und Ansichten einzutreten"

AK: Markus, bei der letzten BM-Wahl hast Du als unser Kandidat respektable 21% erzielt. Wie schätzt Du den aktuellen Wahlkampf ein?

MB: Diesmal ist direkte Kontaktaufnahme mit den Bürgern aufgrund des Lockdowns deutlich schwieriger. Der große Unterschied zur BM Wahl ist zudem, dass die Bürger ihre Stimmen unterschiedlich verteilen können. Hierdurch können sie quasi ihr persönliches Parlament wählen, was uns hoffentlich zugute kommt.

AK: Was motiviert Dich als Gemeindevertreter anzutreten?

MB: Ich habe mich schon immer sehr für Politik interessiert und noch nie war sie so spannend wie heute. Zudem möchte ich mit meinem Wirken positive Spuren in meiner Wahlheimat Habichtswald hinterlassen und ihr damit etwas zurückgeben.

AK: Das bedeutet konkret?

MB: Zunächst einmal sollten wir uns auch trauen für unsere eigenen Werte  und Ansichten einzutreten, auch wenn dies ... lesen sie hier das Interview weiter.

Klare Position: Der Beteiligungsprozess war unzureichend - dennoch muss es jetzt  vernünftig und transparent weitergehen.

Sie werden es vermutlich bald an prominenter Stelle lesen: Die SPD hat in der Gemeindevertretersitzung am 17.02.2021 die aus unserer Sicht strittigen Baugebiete auf den Weg gebracht. In Kombination mit dem beabsichtigten Vergabemodell wird man wahrscheinlich überzeugt sein, einen großen Beitrag zur Deckung des Baulandbedarfs für die hier lebenden Habichtswalder und Zuzugswilligen geleistet zu haben. 

Die Nachfrage nach verfügbarem Bauland ist unzweifelhaft vorhanden und wir als Wählergemeinschaft sind ebenfalls dafür, Wohnraum zu schaffen.

Jedoch finden wir, dass es eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung gibt, die Ressource „Natur- und Landschaftsraum“ möglichst sparsam für Bauland einzusetzen. Vor diesem Hintergrund drängten wir, neben der Forcierung von Alternativen, auf die Einhaltung des abgestimmten Beteiligungsverfahrens. Dieses wurde augenscheinlich formal zwar eingehalten, in unserer politischen Bewertung jedoch nur höchst unzureichend. Dies sind unsere Hauptkritikpunkte: 

  1. Die Untere Naturschutzbehörde wie auch das Regierungspräsidium äußerten im Vorfeld ihre naturschutzfachlichen Bedenken zu einer Bebauung der Höllchenstraße. Dies wurde jedoch bis kurz vor der entscheidenden Sitzung nicht kommuniziert, und dort erstmalig in Form einer Tischvorlage eingebracht.
  2. Die Fläche an der Sauren Breite wurde, entgegen des vom Gemeindeparlament in Dez. 2019 beschlossenen Planungsauftrags, von der Verwaltung im weiteren Verfahren eigenmächtig verdoppelt (jetzt 6 Fußballfelder groß).
  3. Es wurde nicht plausibel dargestellt, warum eine größtenteils gemeindeeigene Fläche nicht vorrangig für das dafür vorgesehene „sozial-vergünstigte Wohnen“ herangezogen wird. Wir befürchten das damit diese Art der Wohnbebauung in weite Ferne rückt.

 

HNA Artikel vom 23.02.2021

Worauf kommt es jetzt bei den geplanten Bebauungsgebieten an? 

Auch wenn uns die bisherigen Entwicklungen genug Anlass zur Sorge gegeben haben, so stehen wir dem weiteren Entwicklungsprozess offen gegenüber und werden diesen konstruktiv unterstützen und wo nötig, hinterfragen.

So erwarten wir zumindest jetzt größtmögliche Transparenz, u.a. deshalb, da ansonsten unnötig Spekulationen befeuert werden, dass es z.B. in der Luxuslage "Höllchenstraße" um gewichtige Einzelinteressen gehen muss. Diesbezüglich halten wir eine finanzielle Gleichstellung der Grundstücksgeber „Sauren Breite“ im Vergleich zur „Höllchenstrasse“ für unumgänglich.

Für eine möglichst gelungene Umsetzung werden wir auf folgende Punkte achten:

  • Für die Zukunft müssen die Abstimmungsprotokolle der Behörden gegengezeichnet werden damit jeder Fraktion, mit ausreichender Vorlaufzeit, die Möglichkeit auf eine unabhängige Meinungsbildung gegeben ist.
  • Auch der Schwerpunkt „bezahlbarer Wohnraum“, der eigentlich für die Innenflächen vorgesehen war, muss parallel zu den geplanten Einfamilienhäusern vorangetrieben werden. Die Saure Breite sollte daher nicht auf einmal erschlossen werden. Das soll gewährleisten, dass die Ressourcen im Bauamt nicht komplett aufgebraucht werden und dass Zeit besteht, die Infrastruktur an die wachsende Wohnraumentwicklung anzupassen.
  • Der Eingriff und Ausgleich muss nach bestmöglichem naturschutzfachlichem Standard erfolgen, nicht zuletzt deshalb, weil die Baugebiete unter der Fahne eines „ökologisch-energetischen“-Schwerpunktes stehen.
  • Es müssen genügend Parkmöglichkeiten in die Planung einbezogen werden. Bereits jetzt sind die Straßen „Saure Breite/Kuhnen“ aufgrund des dortigen Kindergartens zu Stoßzeiten zugeparkt.
  • Die Zufahrtsstraßen, wie auch die in der Planung befindlichen Straßen, benötigen ein Verkehrsberuhigungskonzept. Dieses soll die Sicherheit der Anwohner und der Kindergartenkinder gewährleisten und auch die Aspekte des Lärm- und Klimaschutzes berücksichtigen.

 Blog 

1. WGH Onlinechat am 14.02.2021 ein voller Erfolg. 

Zur Skype Session bitte klicken

Trotz "Kaiserwetter" nahmen in der Spitze 22 Personen aus Habichtswald an unserem Skype Call in einem recht breit aufgefächerten Teilnehmerkreis teil. Der konstruktive Austausch stand dabei immer Vordergrund.

Wie angekündigt hier nun die gezeigten Präsentationen sowie die WGH Anträge und Stellungnahmen zu den angesprochenen Themen:

Thema Baugebiete



Thema Baureka

Thema Einheimischenmodell


Interview mit Dr. Anna Kuntzsch,

Sylvia Röper (SR): Stimmt das Klischee, dass Politiker nur reden, aber nichts machen?


Anna Kuntzsch (AK): Ich glaube, dass ein großer Anteil der Politikverdrossenheit der Bürger auf diese Frage reduziert werden kann. Leider. Ehrlicherweise muss man sich dann anhören, dass wir dankenswerterweise in einer Demokratie leben, wo es zu Abstimmungsprozessen mit Koalitionen, Siegen und auch Niederlagen kommt. So gerne man sich das ein oder andere Projekt dann manchmal wünscht und sich dafür einsetzt, so wird  

1. entweder gar nichts draus, 
2. ein Teil davon umgesetzt, oder 
3. alles realisiert. 

Also kann man sich manchmal viel wünschen und versprechen, aber gerade wenn man mit so wenig Stimmen in der Gemeindevertretung vertreten ist wie wir, scheitert es dann schlichtweg an den Mehrheitsverhältnissen.

für Kinder und Enkelkinder zu erhalten! 

hier geht es zum kompletten Interview

Update: Lennox Rieger gewinnt Blitzaktion / Seine Spende geht an den Förderverein der KITA Dörnberg - Wir sagen DANKE

Liebe Habichtswalder, 

mit beachtlichen 2.23 Meter Höhe bauten Lennox und Pascal Rieger den höchsten Schneemann in Habichtswald. Um ausreichend Schnee herbeizuholen, nutzten die Beiden eine nahegelegene große Nachbarwiese, über deren Graben zunächst noch eine Schneerampe gebaut werden musste.

Lennox und seine Mutter waren völlig überrascht, als wir gestern völlig unerwartet vor Ihrer Tür standen und zum Gewinn gratulierten. Dagegen war es Lennox völlig klar, wem er mit seinem Werk unterstützen wird: Seine KiTa Dörnberg, also dem Förderverein. Wir finden eine gute Wahl.

Allen Einsendern noch einmal vielen Dank für die schönen und kreativen Schneemänner.

Bleibt Gesund - Eure WGH


Heiße Phase des Wahlkampfes startet in kalter Jahreszeit

Am Samstag, 23.01.2021 eröffneten wir die aktive Phase des Wahlkampfs um die Gunst Ihrer Wählerstimme mit der Verteilung unserers Vorstellungsflyers. Wir möchten Ihnen möglichst viele Gelegenheiten geben uns kennenzulernen und bestenfalls mit uns aktiv Habichtswald zu gestalten. Gehen Sie auch auf uns zu, wir freuen uns auf Sie!

Das Gute bei dieser Kommunalwahl ist, dass Sie sich quasi Ihr persönliches Parlament mit Ihren Wunschkandidaten zusammenstellen können, denn Sie können parteiübergreifend bis zu 23 Stimmen für die einzelnen Kandidaten vergeben. Mehr dazu lesen Sie hier.

Corona Pandemie auf kommunaler Ebene begegnen

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

die Corona Pandemie hat Deutschland und damit auch unsere Gemeinde fest im Griff und bestimmt weiterhin unser Leben. Die anstehenden Angebote zur Impfung sind dabei sicherlich der Silberstreif am Horizont.

Wir möchten alles dafür tun, um den besonders gefährdeten Personengruppen den Zugang zur Impfung so einfach wie möglich zu gestalten. In sofern unterstützen wir, dass die Gemeindeverwaltung befähigt wird, unbürokratisch alle hierfür notwendigen Maßnahmen selbst zu treffen. Nur so ist ein schnelles Reagieren auf die sich z. T. täglich ändernden Corona-Vorgaben möglich.

Konkret bedeutet dies in einem ersten Schritt - durch einen fraktionsübergreifenden Antrag - die Einrichtung eines Bustransfers zu den Impfzentren für unsere Senioren, die zu ihrem hohen gesundheitlichen Risiko, häufig auch noch Schwierigkeiten mit der Erreichbarkeit der Impfzentren haben. 

Darüberhinaus könnte es noch weitere sinnvolle Maßnahmen geben, um jetzt so schnell wie möglich zu reagieren (bspw. die aktive Unterstützung bei der Terminkoordination für hilfsbedürtige Bürger). Die WGH wird jegliche Maßnahmen unserer Verwaltung zur Bewältigung der Krise unterstützen.

Kandidatenliste wird weiblicher 

Für die nächste Legislaturperiode gehen wir mit einer deutlich feminineren Liste an den Start. In der vorgeschriebenen Präsenzveranstaltung stellten wir neun Bewerberinnen und Bewerber für die Kommunalwahl am 14. März 2021 auf. Spitzenkandidatin wird Frau Dr. Anna Kuntzsch - ihr folgt auf Platz 2 Markus Bratke, der für uns als Bürgermeisterkandidat antrat. 

Auf den weiteren Plätzen folgen Holger König, Sylvia Röper, Renate Rietze, Michael Kosa, Michael Ohletz, Markus Becker (fehlt auf dem Bild) und Steffen Brill. Mit diesem Angebot an die Bürgerinnen und Bürger von Habichtswald möchten wir uns weiterhin für unsere Schwerpunkte Dorfentwicklung, Tourismusförderung und Generationen einsetzen. Unser WGH-Motto „Hier sind wir zu Hause“ verdeutlicht unsere lokale Verbundenheit mit unserer Gemeinde und ist gleichzeitig ein klares Bekenntnis zur Nachhaltigkeit in Bezug auf die zukünftige Entwicklung von Habichtswald.


 



 

 

 
 
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